Sanierung statt teurer Neubau


In der aktuellen Diskussion über den Neubau des Erfurter Steigerwaldstadions fordert die Schüler Union Thüringen Pläne für eine komplette Neuerrichtung des im Erfurter Süden liegenden Sportplatzes zu verwerfen. "Ein siebenundzwanzig Millionen teurer Neubau wird zwangsläufig zu Lasten anderer Erfurter Jugendsportverbände gehen, " so der Landesvorsitzende der größten politischen Schülervertretung Thüringens Alexander Lüneberg. Mit einer Sanierung würden etwaige Risiken bei der Förderfähigkeit sowie die Abhängigkeit von Großveranstaltungen entfallen, so die Argumentation der Schüler.

"Dass eine Sanierung dringend notwendig ist, wird einem spätestens bewusst, wenn man auf der Stehplatztribüne vergebens eine Toilette sucht. Doch ist es für uns nicht nachvollziehbar, wenn einerseits Mittel für Jugendvereine im Stadthaushalt gekürzt werden, andererseits eine spekulative Finanzierung für einen weiteren Erfurter Veranstaltungsraum hingenommen wird.", stellt der Schülersprecher und stellv. Kreisvorsitzende der Schüler Union Erfurt Philipp Hermann fest. Mit ihrer Forderung schließt sich die Schülervertretung den Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der CDU Landtagsfraktion Mohring an, dass "Rückzahlungen der Fördermittel in voller Millionenhöhe" drohen falls nicht genügend "nicht sportliche" Veranstaltungen in der Multifunktionsarena stattfinden.

Einen Vergleich zur neuen "Glücksgas" Arena in Dresden lehnen die Schüler ab, da dort nur durch den Verkauf eines großen städtischen Betriebes der Stadionbau möglich geworden sei.
"Erfurt soll sich weiterhin mit seinem Stadion identifizieren können, deshalb freuen wir uns besonders, dass viele Fans den Stadionneubau durchaus kritisch sehen", so der Landesgeschäftsführer Philipp Hermann. Die Schüler fürchten eine Polarisierung des "emotionalen" Themas aufgrund der anstehenden OB- Wahlen und fordern, den Bürger mehr in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
der Landesvorstand




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